Montag, 11. Januar 2016

Muss man sich vor Klarträumen fürchten?

Nein.
Klarträume sind ja Träume, bei denen man sich noch beim Träumen darüber bewusst ist, dass man gerade träumt. Und wenn man das weiß, was soll einem noch geschehen? Es ist ja nur ein Traum.

Der Psychologieprofessor Paul Tholey hat einen großartigen Leitfaden  verfasst, wie man mit feindseeligen Traumfiguren umgehen kann. Wenn man diesen befolgt, dann wird die Traumfigur fast immer sofort freundlich und kooperativ.

Vor einigen Jahren gab es einige Berichte von Leuten, die angeblich sehr schlechte Erfahrungen mit dem Klarträumen gemacht hätten. Bei diesen Berichten gab es auffallend häufig Gemeinsamkeiten:

1. Sie haben sich grottig eingelesen. Zu dieser Zeit kursierte ein richtig, richtig schlechtes Klartraum-Tutorial auf 9gag. Wenn man sich gut einliest und vielleicht noch die Erfolgsgeschichten von anderen Klarträumern durchliest, (z.B. im Klartraumforum.de gibt es eine Rubrik für registrierte Nutzer) dann kann nichts mehr schief gehen.

2. Die betreffenden Personen glaubten an Dämonen und geistige Wesen. Für uns Europäer mag das vielleicht etwas befremdlich klingen, aber in den USA gibt es, vor allem im Bible Belt deutlich mehr Leute, die an so etwas glauben. Wenn man in so einem angstgeladenen Klima aufwächst, können sich wie bei einer selbsterfüllenden Prophezeiung solche Ängste im Traum manifestieren. Wenn man sich aber gut einliest, z.B. mit dem oben verlinkten Artikel von Paul Tholey, kann man diesen Erscheinungen konstruktiv begegnen, so dass sie sich auflösen.

3. Die Schlafparalyse selbst ist ein harmloses Phänomen, das jede Nacht 4-6 Mal ganz natürlich auftritt. Dabei senkt das Gehirn den Muskeltonus im Körper ab, so dass man seine Träume nicht ausagiert. Ganz selten passiert es Klarträumern, dass das Gehirn noch halb wach ist und der Körper schon halb eingeschlafen ist und man den Körper nicht bewegen kann. Wenn man aber weiß, dass das ein gutes Zeichen ist und man schon halb im Klartraum, dann verliert dieser Zustand seinen Schrecken und man weiter in Richtung Klartraum abdriften.
Das tritt allerdings selten auf. Ich habe in meiner zehnjährigen Klartraumerfahrung noch keine einzige erlebt. Andere Klarträumer, die schon vorher Erfahrungen mit der Schlafparalyse hatten, berichten im Klartraumforum, dass sie durch die Beschäftigung mit dem Klarträumen seltener dieses Erlebnis hatten.

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